Nee Heini, so nich!

28 Oktober, 2007

also, nu´ platzt mir aber der Kragen !
Mit mein Heini bin ich aber auch gestraft, sag ich Sie .. nee, sowas aber auch!
Ich fahr ja gern mal nach Hamburg zum einkaufen, und wenn Gerda keine Zeit hat, dann muss eben Heini mit – weil so inne Gross-Stadt da fahr ich ja nienich mit mein lütten Auto, nee.. bei den Verkehr – das kann ich ja nu gornich hebben..
und dann düsse Parkplatzsucherei … ich werd`da ja meist rein dull.. abbeldwatsch in Kopp, verstehn Sie? Nu ja, Heini is also paar Mal mitwesen nach Hamburg und auch mit drinn in`n  Karstadt.
Aber immer wenn ich inne Umkleide war und nach ihn gerufen hab, war de Kerl nich da…
Hab mich jümmers froagt: wo is de Kerl avbleben?  was macht er da, so allein in`n Karstadt ?
Na, nu is das rutkomm`n …
ik hev mi ja erstmal so richtig op`n Mors setzt…

Kommt da doch heute so´n Brief von Karstadt. Na, Werbung denk ich so bei mich bei… Aber dann war ich doch platt.. da steht doch richtig mein Name drauf und das is nich bei Werbung..

Na, ich will Sie nu nich weiter auf die Folter spannen – und zeig Sie mal den Brief :

Sehr geehrte Frau Hottenkötter,
 
 In den letzten 6 Monaten sorgte Ihr Mann leider für einigen Aufruhr in unserem Warenhaus. Wir können dies nicht länger tolerieren und sehen uns gezwungen, Ihnen beiden künftig Hausverbot zu erteilen. Die soweit rekonstruierbaren Vorfälle haben wir nachstehend aufgelistet. Sie sind durch Aufzeichnungen von Überwachungskameras und die Aussagen unseres Personals belegt: 
 
15. Januar : Nimmt 24 Schachteln Kondome aus dem Regal und verteilt sie wahllos auf die Einkaufswagen anderer Kunden. 
 
2. Februar: Stellt die Alarme aller Wecker in der Uhrenabteilung so ein, dass es alle 5 Minuten klingelt. 
 
7. März: Legt eine Tomatensaftspur bis zur Damentoilette. 
 
19. März: Verstellt ein „Vorsicht – frisch gewischt!“ – Schild in eine mit Teppich ausgelegte Abteilung. 
 
4. April: Baut ein Zelt in der Campingabteilung auf und lädt andere Kunden ein, wenn sie Kissen und Decken aus der Bettenabteilung holen. 
 
15. Mai: Als ihn ein Angestellter fragt, ob er ihm behilflich sein könne, beginnt er zu weinen und schluchzt: „Könnt ihr Leute mich denn nicht einfach in Frieden lassen!?“ 
 
23 Mai: Starrt in eine Überwachungskamera und benutzt sie als Spiegel zum Nasebohren. 
 
4. Juni: Hantiert in der Sportabteilung mit einem Wettkampf-Bogen und fragt den Angestellten, ob man im Haus Antidepressiva bekommt. 
 
10. Juli: Schleicht durch die Abteilungen und summt dabei laut das „Mission-Impossible“- Thema. 
 
3. August: Versteckt sich in einem Kleiderständer und ruft, wenn eine Kundin in die Nähe kommt : „Nimm mich! Nimm mich!“ 
 
6 August: Wirft sich bei jeder Lautsprecherdurchsage auf den Boden, nimmt eine fötale Haltung ein und ruft „OH NEIN! NICHT WIEDER DIESE STIMMEN!“
 
 Und – nicht zuletzt: 
 
1. September: Begibt sich in eine Umkleidekabine, wartet eine Weile und ruft dann laut: „Hey! Hier ist das Klopapier alle“
 
 
 Hochachtungsvoll
 Karstadt Warenhausverwaltung
 stellvertretende Leitung Service und Logistik

Und nu frag ich Sie : is dieser Kerl noch normal ?
Ich und Hausverbot bei Karstadt ?

Nee Heini, komm du mir nach Hause…. !